Christkindlmarkt Nürnberg

Weihnachtsmarkt in Nürnberg
Nürnberger Christkindlmarkt

Für Weihnachtsmarkt-Interessierte führen alle Wege nach Nürnberg, zum Christkindlmarkt. Erstmal gäbe es da das Flugzeug, die Deutsche Bahn, verschiedene Busunternehmen oder einfach das eigene Auto. Um günstige Flugtickets zu bekommen, müsste man schon mehrere Wochen, am besten Monate, vorplanen und würde trotzdem mit etwa 100 € pro Person rechnen müssen. Das gleiche gilt für die Bahn, wenn man nicht mit dem Wochenend-Ticket durch ganz Deutschland bummeln will. Hin und zurück mit dem Bus kostet ca. 45 €, man muss aber eine geplante Fahrzeit von fast 6 Stunden in Kauf nehmen. Wir haben uns letztendlich für das eigene Auto entschieden, um auch vor Ort mobil sein zu können!  Von Berlin nach Nürnberg sind das dann ca. 460km und dauert je nach Verkehrslage ungefähr 4,5h. Ich finde das paßt, also Volltanken und los geht´s.

Glühwein auf dem Christkindlmarkt
Glühwein auf dem Christkindlmarkt

Die Fahrt selbst verlief kurzweilig; die Autobahnen waren am Freitagnachmittag frei und unterwegs gab es keine nennenswerten Baustellen. Gegen 19 Uhr kamen wir in Nürnberg an und machten uns direkt auf den Weg  zum bekanntesten Weihnachtsmarkt in der Umgebung. Der Christkindlmarkt war erst am Nachmittag offiziell eröffnet worden; es wurden noch Stände aufgebaut bzw. eingerichtet. Öffnungszeiten sind täglich von 10 bis 21 Uhr, außer am letzten Tag, dem 24.12.2014, da hat er nur bis 14 Uhr geöffnet. Ein Glühwein kostet ca. 3-4 Euro dieses Jahr und wird meistens  in einem dekorativen Glühweinbecher serviert. Das Motiv wechselt jedes Jahr und so konnte man auch schon mal ein Bechermotiv aus dem Jahr 2008 bekommen. Egal, der Glühwein schmeckte super und dazu gab es natürlich Nürnberger Würstchen im Weggla ( = Würstchen im Sauerkrautbett).


Was mich verwunderte war, dass auch große Backwarenketten den Ausschank von Getränken zu Dumpingpreisen anboten. Die Atmosphäre hatte teilweise Ähnlichkeit mit dem Ballermann auf Mallorca. Aber gut, wem es gefällt und wer sich billig betrinken will, der kann dann dort hingehen.  Ansonsten wirkt der Markt in den Gassen rund um den Bahnhof schon jetzt sehr weihnachtlich. Den Verantwortlichen gelingt es eine vorweihnachtliche Stimmung zu erzeugen, trotz des frühen Zeitpunktes.Gegen 21 Uhr wurden viele Buden geschlossen; nur vereinzelte Stände mit Ausschank und Grillprodukte blieben geöffnet.  Wer noch nicht genug hatte, konnte dann nur noch auf den Straßenverkauf der Einzelhändler zurückgreifen. 

Am Samstag beschlossen wir dann einen etwas kleineren Weihnachtsmarkt zu besuchen. Die Angst vor den Bussen mit den Tagesgästen schreckte uns davon ab, den Nürnberger Markt noch einmal aufzusuchen. Die Wahl fiel auf den Fürther Weihnachtsmarkt. Dieser ist zwar kleiner, aber nicht weniger interessant. Wer es etwas heimischer mag, ist hier besser aufgehoben. Auch dieser Markt liegt verkehrsgünstig; die Nähe zum Bahnhof und eine Vielzahl an Buslinien machen es leicht ihn zu erreichen. Das besondere Merkmal: Hier schließt sich dem eigentlichen Weihnachtsmarkt ein Marktplatz im Stil des Mittelalters an. Beide Märkte harmonieren gut miteinander und ergänzen sich. Einerseits kann man traditionelle Getränke und Lebensmittel erwerben, aber genauso auch nicht ganz so alltägliche Speisen, wie zum Beispiel Hanfbrot mit gegrilltem Fleisch und Sauce.  Ein weiteres Highlight ist der Badzuber, hier kann man wie vor langer Zeit ein Bad nehmen. Mit einem Vorhang etwas abgeschottet von den anderen Besuchern, ist auch die Privatsphäre gesichert. 

Das Angebot der Weihnachtsmärkte in dieser Region unterscheidet sich meistens nur in der Anzahl der Anbieter, jedoch nicht groß in der Art des Warenangebotes. Jeder etwas größere Ort hat einen eigenen Weihnachtsmarkt. Langeweile kommt nicht auf und Glühwein gibt es überall zu kaufen. Na dann: Prost!!


Abschließend kann ich nur empfehlen, die Märkte im Frankenwald zu besuchen. Sicherlich muss man am Wochenende mit vielen Tagesgästen rechnen, aber vielleicht hat ja der eine oder andere die Möglichkeit den Ausflug in die Woche zu legen, um dem Andrang zu entgehen. Der weihnachtlichen Stimmung tut das Gedränge jedoch keinen Abbruch.


Euch allen eine schöne und besinnliche Adventszeit und gute Nerven bei dem Erstehen von Weihnachtsgeschenken.

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