Ich plane eine Weltreise - was soll mit? Richtig packen für Backpacker

Ich plane eine Weltreise - was soll mit? Richtig packen für Backpacker

Wer individuell und viel reist, von einem Ort zum anderen, heute dieses Hotel oder Hostel und morgen das nächste, der ist genervt wenn er einen super schweren, unhandlichen Koffer mit sich rumschleppt. Gefüllt mit viel zu viel unwichtigen Kram, der dann letztendlich nicht gebraucht wird und nur Ballast ist. Zu viel Gepäck macht nur Probleme und nervt. Die meisten Airlines gestatten nur bis zu 20kg Freigepäck, darüber hinaus wird es richtig teuer.


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Am besten fängst du schon ein paar Tage vor Reisebeginn an deine Sachen zu ordnen und raus zulegen. So wird schnell klar was noch fehlt und was überflüssig ist und aussortiert werden kann. Reduziere dein Gepäck auf das Wesentliche, packe sinnvoll und nicht nach Modetrends. Du benötigst nicht 17 T-Shirts und 23 Paar Socken, meist lassen sich die Klamotten sehr preiswert im Hotel, Hostel oder Waschsalon reinigen oder ganz einfach in der Dusche waschen.

Unsere kleinen aber feinen Tipps sollen dir bei deiner Planung helfen. Mit unserer Backpack-Check-Liste behältst du die Übersicht und kannst danach sinnvoll einkaufen gehen, packen und reisen. Weiter unten findest du die SnapCheck-Packliste zum Download, ganz praktisch, laden, drucken, abhaken.


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Der richtige Rucksack

Nicht zu groß und nicht zu klein sollte er sein. Auf keinen Fall mehr als 60 Liter Volumen. Zu großes Gepäck lädt auch ein um zu viel beziehungsweise unnötige Kleidung einzupacken. Eine gute Beratung ist ebenso wichtig wie mehrmaliges Probetragen, denn: Mit einem guten Rucksack (ca 35L Tasche von The North Face) steht und fällt so gut wie jede Reise. Zusätzlich sollte man noch eine kleine bis mittelgroße Tasche oder einen kleinen Rucksack einplanen (Packsack von Overboard oder Rucksack z.B. Crossover von Thule), einerseits als Handgepäck in Bus, Bahn und Flugzeug — andererseits als Aufbewahrungsmöglichkeit für Tagesausflüge und Kurztrips.

Platz ist kostbar, perfekt nutzen

Fast genau so wichtig wie die Wahl des Reiserucksacks ist die Auswahl des richtigen Inhalts . Klamotten für maximal eine Woche reichen meist aus. Praktikabilität vor Stil, heißt die Devise. Notfalls lässt sich fast alles vor Ort nachkaufen. 

 

Besser zu wenig als zu viel

 

Im schlimmsten Fall nutzt das Zwiebelschalenprinzip: Wird es etwas kälter, einfach zwei oder mehr dünne Kleidungsstücke tragen, statt sein Gepäck mit schweren Pullover oder Jacken zu belasten. Wenn schlechtes Wetter angesagt ist, können natürlich auch Regenjacke, Mütze und Halstuch oder Schal nicht schaden. Gut macht sich auch ein Bandana-Halstuch.

Packen mit System, eine Wissenschaft für sich

Den Rucksack optimal und platzsparend zu packen braucht beim ersten Mal etwas Übung; hilfreich dabei sind Packelemente. Das heißt praktische Helfer wie Wäschenetze, Kompressionsbeutel und kleine Stofftaschen, um das Chaos im Rucksack so klein wie möglich zu halten. So behält man den Überblick und findet alles schnell wieder.

Beim Einpacken sollte man auch auf die richtige Verteilung achten. Schwere Gegenstände gehören in die Nähe des Rückens — die Leichten verstaut man in den Außenbereichen sowie oben und unten. Dabei sollte der Rucksackschwerpunkt stets nahe am Körper, idealerweise in der oberen Hälfte des Rückens, liegen. Das schont die Schulter- und Rückenmuskulatur auch bei längerem Tragen.

nützliche Tipps für das perfekte Koffer packen
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Wohlfühlen, ja bitte

In manch einem Hostel oder auch Hotel in der Ferne gilt nicht unbedingt der gleiche Hygienestandard, den man von daheim gewöhnt ist. Unverzichtbar für ekelfreie Nächte daher: ein kokonähnliches Schlafsack-Inlett aus Baumwolle (Schlafsack Inlay), Mikrofaser oder bestenfalls Seide. Netter Nebeneffekt: So lässt sich die Gefahr von Ungezieferbissen durch Bettwanzen oder Flöhe auf ein Minimum reduzieren. Wer mal ein extrem juckendes "Bettwanzenproblem" hatte, wird da nur zustimmen können. Normale Schlafsäcke sind meist zu sperrig und sind zum Beispiel in Australien in vielen Hostels aufgrund von eben jener potentiellen Verschleppung von Insekten gänzlich verboten.

Für nächtliche Wanderungen, Höhlen- und Klettertouren oder die Suche nach der Außentoilette im Dunkeln empfiehlt sich eine Taschenlampe oder noch besser eine Stirnlampe, da man im Notfall eher beide statt nur einer Hand frei haben sollte.

Es ist zu laut und chaotisch am Flughafen oder im Mehrbettzimmer? Eine eigene, kleine Ruhezone zaubert man sich da ganz einfach mit Ohrstöpseln, einer bequemen Schlafbrille und einem optionalen Nackenkissen. Darüber hinaus kann auch ein kleines Vorhängeschloss mit Zahlenkombination oder Schlüssel nicht schaden, um seine sieben Sachen in zwielichtigeren Hostels und Gasthäusern vor neugierigen Blicken zu schützen. 


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by Chris Sardegna

Werkzeuge und Hilfsmittel für Notfälle

Früher oder später passiert es: es geht etwas kaputt, muss repariert, geflickt oder genäht werden. Wer unterwegs ist und nicht ständig neu kaufen möchte oder kann, dem sei zu ein paar einfachen Werkzeugen geraten. Man muß wie McGiver mit allen Situationen klarkommen und das Beste daraus machen. Allem voran natürlich ein Taschenmesser, am besten ein Schweizer Taschenmesser mit allen wichtigen Funktionen (auch Flaschenöffner, Säge und Schraubendreher) — unerlässlich etwa zum Ausnehmen eines Fisches bis hin zum improvisierten Zeltbau. 

Achtung bei Flugreisen: das Taschenmesser gehört nicht ins Handgepäck, ab in das aufgegebene Gepäck! 

Auch eine Rolle Gaffa-Tape (oder Panzerband) schadet nicht, zum Beispiel um ein Loch im  Rucksack zu flicken. Eine Rolle reißfester Nylonfaden kann multifunktional auch als Wäscheleine dienen. Nähzeug kann ebenfalls nützlich sein.

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by Todd Quackenbush

Ohne Technik gehts wohl nicht mehr

Elektronische Geräte lassen sich aus unserem Alltag kaum noch wegdenken, das gilt natürlich auch beim Reisen. So schön es auch sein mag, nicht ständig in der digitalen Welt unterwegs zu sein, so haben die kleinen Gadgets doch die eine oder andere nützliche Funktion für den Reisenden von heute zu bieten.  Apps (Android und iOS) für Reisende gibt es unüberschaubar viele — zum Beispiel das Kartentool "MapsWithMe", das im Gegensatz zu "GoogleMaps", auch offline funktioniert oder der praktische Reiseführer "TripAdvisor". Ein paar Empfehlungen findet ihr in unseren Artikeln: Reise Apps Teil 1, Reise Apps Teil 2, Reise Apps Teil 3 und Reise Apps Teil 4

 

Ob Notebook oder Tablet auf Reisen tatsächlich dabei sein muß, ist Geschmackssache. Großer Vorteil der digitalen Begleiter: Gedruckte und schwere Reiseführer kann man zu Hause lassen, Fotos können direkt sortiert und archiviert werden (hält die Speicherkarte leer) und E-Books, Musik und Filme sorgen zusätzlich für gute Unterhaltung. Ein sehr guter und praktischer Begleiter ist das Kindle Paperwhite von Amazon, sehr guter Lesekomfort, leicht und besser als ein dicker, schwerer Schinken. 

Die besten und interessantesten Momente müssen natürlich auch festgehalten werden. Eine Spiegelreflexkamera ist toll aber mit Wechselobjektiv, Stativ und weiteren Zubehör kommen da auch schnell ein paar Kilo zusammen und nimmt insgesamt ne Menge Platz weg. Alternativ geht´s auch mit dem Smartphone oder noch viel besser mit einer qualitativ hochwertigen, Kompakten. Ich nutze eigentlich nur noch die Sony RX100III. Sehr robust und trotzdem edel, Carl Zeiss Optik und für mich ganz wichtig mit RAW-Format. Die beiden Vorgängermodelle sind wesentlich günstiger aber trotzdem noch sehr gut brauchbar und hochwertig. Eine sehr schöne Video-Beurteilung findet ihr auf Youtube, auf dem Kanal von Pavel Kaplun, lohnt sich.

Um seine technischen Geräte auch überall aufladen zu können, sollte ein passender Steckdosenadapter zur Grundausstattung gehören. 

Gesundheit geht vor

Unabdingbar vor einem Besuch in fernen Ländern ist ein Termin beim Arzt. Ebenso ein Muss: eine Reisekrankenversicherung mit Rücktransport. Ich selber habe gute Erfahrungen mit der Hanse Merkur Versicherung gemacht und kann diese nur empfehlen. Damit Blutsauger und Insekten (Tropenkrankheiten: Malaria, JapanischeEnzephalitis, Leishmaniose, Dengue- und Gelbfieber usw.) keine Chance haben, gehört ein wirksames Insektenabwehrmittel ebenso zur Grundausstattung wie ein Moskitonetz. In vielen Hostels in tropischen Ländern, selbst in ganz preiswerten, zwar in aller Regel Standard,  beim Trekking, Campen oder beim Übernachten in der Hängematte jedoch unerlässlich.


siehe auch: Reiseapotheke - Damit rettest du deinen Urlaub

Persönliche Dokumente

Ein Check der Einreisebestimmungen aller Länder und aktueller Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt, die man besuchen möchte, ist Grundvoraussetzung. Unter Umständen muss man ein Einreisevisum bereits im Vorfeld beantragen. Da die meisten Visa zeitlich begrenzt sind, kann ein gewisses Vorausplanen der Reiseroute ebenfalls nicht schaden. Bei Reisen in die USA kann dir unser Artikel "Urlaubsziel USA - was müßt ihr bei der Einreise beachten" hilfreiche Tipps liefern.

Wichtige Dokumente und Telefonnummern — wie Sperrdaten für Kreditkarten, Versicherungspapiere, Reisepass und Kontodaten — sollte man in Kopie dabei haben, aber auch vorsichtshalber bei einem Internet-Dienstleister (z.B. Dropbox, Evernote) online abspeichern, um im Notfall von überall darauf zugreifen zu können. Zwei Kopien vom Reisepass können schon sehr hilfreich sein, eine Kopie im Rucksack verstaut und eine Kopie im Schuh unter der Sohle z.B.

In vielen Ländern kann man mittlerweile selbst in kleinen Orten Geld am Automaten mit der Kreditkarte abheben (z.b. LBB-Visa, sehr zu empfehlen). Dennoch sind ein paar Euros und/oder Dollar als Bargeld für die ersten Stunden nach der Ankunft sinnvoll, etwa für die erste Taxifahrt vom Flughafen zur Unterkunft. Prinzipiell ist auch das Mitbringen einer zweiten Kreditkarte nicht verkehrt — für den Fall, dass die erste Karte gestohlen wird oder verloren geht.

Prinzipiell würde ich meine wichtigsten, original Papiere am Körper tragen, z.B. in einer Bauchtasche


Natürlich sind das alles nur Empfehlungen und Tipps und gilt nicht für jeden. Jeder muß seine Erfahrungen machen und daraus lernen aber mit unseren kleinen Tipps verläuft deine Reise evtl. sicherer und entspannter. Eine gute Vorbereitung ist alles, nur so kannst du deine Reise genießen. Im Abschluß nun noch eine kleine Übersicht mit den wichtigsten Sachen, Utensilien und Zubehör.


oder doch lieber eine Pauschalreise?

Kurz und knapp, das muß mit

alle Artikel die wir hier vorstellen können wir mit ruhigen Gewissen empfehlen. Teilweise verweisen die Verlinkungen zu externen Anbietern, hier könnt ihr gleich euer Equipment zusammenshoppen.

Download
SnapCheck-Packliste - kurz und knapp
Packliste.pdf
Adobe Acrobat Dokument 170.9 KB

Gepäck


nützliches Zubehör


Multimedia und Gadgets

Dokumente

  • wasserdichte Dokumententasche von Navyline
  • Reisepass plus zwei Kopien
  • Personalausweis
  • Internationaler Führerschein
  • Impfpass
  • Kopie (Police) von der Auslandskrankenversicherung, am besten von Hanse Merkur
  • EC-Karte
  • VISA-Kreditkarte
  • kleiner Geldbeutel von The North Face
  • 150 Euro/Dollar in bar

Wir werden die Listen und Empfehlungen laufend aktualisieren und ggf. erweitern. Wir würden uns sehr freuen wenn ihr eure eigenen Erfahrungen hier postet und den einen oder anderen Tipp zum Thema Reisen und Backpacker hier veröffentlicht. 


Wir hoffen das wir euch einen kleinen Überblick geben konnten und die Organisation eurer nächsten Reise planmäßig läuft. 


Schöne Reise und Ahoi

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